Sebastian Elisas diverse Themen

Ablasshandel statt Inklusion

In Österreich ist jede Arbeitgeber*in ab 25 Dienstnehmer*innen Größe dazu verpflichtet, eine bestimmte Anzahl behinderter Personen einzustellen. Das ist die Beschäftigungspflicht nach § 1 Abs. 1 Behinderteneinstellungsgesetz1.

Wenn gegen diese Vorschrift verstoßen wird, das heißt, wenn weniger behinderte Menschen eingestellt werden, als vorgesehen, müssen die Dienstgeber*innen einen bestimmten Betrag bezahlen, die sogenannte Ausgleichstaxe.

Lange war es geradezu ein Staatsgeheimnis, welche Unternehmen ihre Beschäftigungspflicht nicht erfüllen. Das für die Berechnung und Erhebung der Ausgleichstaxe zuständige Sozialministeriumservice hat sich kategorisch geweigert, Informationen darüber zu zur Verfügung zu stellen. Die Zeitschrift andererseits hat eine Liste veröffentlicht, die ihnen zugespielt wurde. Ansonsten - Stille. Das Sozialministeriumsservice hat lediglich einige statistische Daten veröffentlicht, etwa wie viel die Ausgleichstaxe insgesamt pro Jahr ausmacht.

Ich habe diese Liste jetzt auf offiziellem Weg bekommen. Zumindest einen Teil davon. Nämlich alle privaten Dienstgeber*innen ab 250 Arbeitnehmer*innen, und sämtliche staatliche Arbeitgeber*innen.

Lösung des Wien Energie Problems

Heute war mein Schlichtungsgespräch mit Wien Energie. Zusammenfassend und ganz kurz kann ich sagen, dass alles gut gelaufen ist. Wien Energie verpflichtet sich, in den nächsten Tagen eine Kontaktmöglichkeit per E-Mail anzubieten, die in den gleichen Kanal eingespielt wird wie telefonische Kontaktaufnahmen für Störungen. Generell waren die Menschen, die Wien Energie geschickt hat, sehr nett und haben sofort anerkannt, dass das ein Problem ist, das gelöst werden muss.

Antidiskriminierungsverfahren gegen Wien Energie

Vor einigen Monaten hat Wien Energie im Zuge des Wasserzählertausches auch dieses "nicht verstellbare Thermostat" in meinem Wärmetauscher ausgetauscht. Seitdem kann ich nur noch sehr lauwarm duschen und wenn ich doch baden will, meine Badewanne nur zur Hälfte füllen, weil dann kein warmes Wasser mehr kommt. Ich habe also versucht über den Chat diese Störung zu melden (da Wien Energie wie bekannt E-Mails, Briefe und Faxe erst nach 6-9 Monaten beantwortet). Im Chat wird mir zugestimmt, dass das eine Störung ist, und der einzige Weg, Störungen zu melden, ist per Telefon. Man kann keine E-Mail, keinen Brief und kein Fax schreiben, man kann nicht den Chat verwenden und man kann nicht hingehen (was ich auch nicht einsehen würde).